Zur Durchführung von Untersuchungen im halbtechnischen Versuchsmaßstab steht dem IfW im Laborgebäude auch ein kleines Technikum zur Verfügung, in welchem vor allem Säulenversuche zur Simulation von Reinigungsprozessen der Grundwasseranreicherung, zum Kolloidtransport mit fluoreszenzmarkierten Partikeln und für Abbau- und Sorptionsversuche mit aquatischen Umweltkontaminanten (z. B. PBSM, Arzneimittel) in Filtersäulen durchgeführt werden können.
Modellfiltersäule mit Sandfüllung (Höhe 1m) |
Säulen mit unterschiedlich gekörntem Füllmaterial |
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Funktionsschema eines Säulenversuchsaufbaus (anaerober Betrieb) |
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In der Versuchshalle können
Abbauversuche und Metabolitenuntersuchungen aus den vorangegangenen Batchversuchen
im Labormaßstab auf einen halbtechnischen Maßstab übertragen
werden, um hier mit natürlichen Filtermaterialien wie z.B. Kies und
Sand das Verhalten von organischen Schadstoffen bei der künstlichen
Grundwasseranreicherung zu erforschen. Im Technikum stehen hierfür
verschiedene Wässer mit unterschiedlichem Redoxmilieu aus der nahen
Wassergewinnungsanlage zur Verfügung. Neben dem Oberflächenwasser
der Ruhr und dem aeroben Vorfiltrat (Ruhrwasser über Grobkies filtriert)
ist auch ein anaerobes Grundwasser aus der Uferfiltration mit geogen hohen
Eisengehalten in der Versuchshalle verfügbar. Hiermit lässt sich
das Verhalten von Schadstoffen unter oxischen und anoxischen, mit natürlichen
mikrobiologischen Milieubedingungen in den Säulen in Form von kontinuierlichen
Durchflussversuchen studieren. Die Simulation der anaeroben/aeroben Untergrundpassage
kann hier unter worst-case Bedingungen mit der Dosierung von Schadstoffen
mit längerer Belastungsphase durchgeführt werden. Die natürlichen
Reinigungsprozesse der Grundwasseranreicherung oder die Sukzession der
mikrobiellen Milleubedingungen bei der Uferfiltration lassen sich hier
naturnah nachbilden.